Hohe Ausgaben für Jahr-2000-Problem verteidigt

11. Jänner 2000, 15:24

Aber vielleicht zehn Milliarden Dollar umsonst ausgegeben

Washington In den USA wird nach dem nahezu reibungslosen Übergang ins Jahr 2000 weiter darüber diskutiert, ob die Vorbereitungen auf das Jahr-2000-Problem nicht vielleicht doch übertrieben waren. Schätzungen zufolge wurden in den USA rund 100 Milliarden Dollar zur Vorbeugung gegen mögliche Computerstörungen ausgegeben - dies waren pro Kopf der Bevölkerung 365 Dollar und etwa der Hälfte der weltweit entstandenen Kosten. Zweifel gibt es vor allem deshalb, weil im Ausland deutlich weniger ausgegeben wurde und es auch dort keine großen Probleme gab.

Der Jahr-2000-Beauftragte von US-Präsident Bill Clinton, John Koskinen, gestand zwar ein, dass vielleicht rund zehn Milliarden Dollar unnötig ausgegeben worden seien, verteidigte aber ansonsten das Vorgehen. Insgesamt sei es eine tolle Leistung gewesen, die Computersysteme des Landes in bestem Zustand zu halten. Die Firmen hätten das Geld ja nicht völlig naiv ausgegeben. Auch der Leiter der Jahr-2000-Arbeitsgruppe bei den Vereinten Nationen, Bruce McConnell, sagte, die 200 Milliarden Dollar weltweit seien angemessen gewesen. Ohne diese Investitionen wäre es zu schweren Störungen gekommen. (AP)

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