Foltervorwürfe gegen tunesischen Ex-Innenminister

23. September 2003, 22:52
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Eklat bei Vorbereitung zu Weltinformationsgipfel

Bern - Die tunesische Vertretung bei der UNO in Genf hat am Montag auf die Folter-Vorwürfe gegen den tunesischen Ex-Innenminister Habib Ammar reagiert. Sie bezeichnete die Vorwürfe als "nicht fundiert" und sprach von einer "tendenziösen" Kampagne. Der Ex-General Ammar hatte am Vorbereitungstreffen des Weltinformationsgipfels teilgenommen. Seine Anwesenheit in Genf wurde von der Nichtregierungsorganisation (NGO) "Track Impunity always" (Trial) und der Weltorganisation gegen Folter (OMCT) kritisiert.

Ammar war von 1984 bis 1987 Chef der tunesischen Nationalgarde. Innenminister war er 1987 und 1988. Während seiner Amtszeit sei Folter üblich gewesen, betonen Trial und OMCT. Die beiden Organisationen forderten seine Verhaftung.

Laut dem tunesischen Botschafter bei der UNO, Habib Mansur, ist Ammar bereits wieder aus Genf abgereist. (APA/sda)

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    Habib Ammar, Ex-Innenminister

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