Frist der WAZ läuft ab

25. September 2003, 20:00
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Frist zur Beantwortung eines Fragenkatalogs über vermutete Verfehlungen Dichands als Hauptgeschäftsführer der "Krone" endet

"Hans Dichand möchte derzeit keine Interviews geben": Wortkarg zeigt sich der Hälfteeigentümer zum Krieg um die "Krone" mit der deutschen WAZ-Gruppe, die 50 Prozent am Kleinformat hält. Am Dienstag sollte der 82-Jährige mitteilsamer werden: Die von der WAZ gesetzte Frist läuft ab zur Beantwortung eines Fragenkatalogs über vermutete Verfehlungen Dichands als Hauptgeschäftsführer der Krone. Sonst dürfte die WAZ bei einem Schweizer Schiedsgericht die Abberufung von Dichand senior beantragen.

Vom Hälfteeigentümer fordert die WAZ zudem, er möge sich umgehend von Vorwürfen seines Sohnes Michael distanzieren, die WAZ mache auf dem Balkan Geschäfte mit der Mafia. Kurz vor deren Veröffentlichung meinte Dichand senior zu WAZ und Balkan: "Da kommt noch was."

Nach Redaktionsschluss des STANDARD hieß es von Seiten der Gruppe Dichand, der Senior werde die fragen selbstverständlich beantworten. Dass das Dienstag geschehe, wollte die Quelle aber nicht garantieren. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 23.9.2003)

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