Metro testet intelligente Einkaufswagen und Regalsysteme

1. Oktober 2003, 11:08
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Studie: Neue Technologien steigern Umsatz im Handel

Sprechende Einkaufswagen, die die Kunden begrüßen und individuell beraten, wurden in Österreich - konkret in einem Billa-Markt - zwar schon getestet, durchgesetzt hat sich die neue Technologie aber noch nicht. Derzeit werden intelligente Einkaufswagen ebenso wie clevere Warenregale, die ausgegangene Artikel automatisch nachbestellen, in Rehinberg bei Duisburg im "Future Store" der Metro-Gruppe getestet. Laut einer aktuellen Studie der Boston Consulting Group wirken sich die neuen Technologien jedenfalls positiv aus: Es steigt nicht nur die Kundenzufriedenheit, sondern auch die Umsätze.

"Efficient consumer response"

Der Einsatz neuer Technologien im Handel und in der Warenlogistik ist eines der Kernthemen des diesjährigen ECR-Kongress, der heute und morgen in der Wiener Hofburg stattfindet. ECR steht für "Efficient consumer response" und bezeichnet jene Standards, mit denen der Handel versucht, Produkte in bestimmter Qualität, richtiger Menge, zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort verfügbar zu machen.

Ziel der Metro-Future Store-Initiative sei es, kundenfreundliche Anwendungen zu entwicklen und gleichzeitig den Modernisierungsprozess im Handel zu forcieren, so der Projektleiter, Gerd Wolfram, am Montag in einer Unternehmensmitteilung. Getestet werden unter auch Selbstzahlerkassen, an denen die Waren im Einkaufswagen beim Passieren des Ausgangs-Gates automatisch gescannt werden, aber auch Etiketten mit einem winzigen programmierbaren Chip und einer Miniaturantenne, die die berührungslose Datenübertragung an ein Computer gesteuertes Gerät (Reader) ermöglicht. Allerdings bedarf diese Technik - im Fachjargon Radio Frequency Identification (RFID) - noch einiger Entwicklungsarbeit, um den Preis des Chips auf ein Niveau zu drücken, das einen flächendeckenden Einsatz bei allen Waren ermöglicht, so Wolfram.

Aufgeschlossene Kundschaft

Laut Boston Consulting Group stehen die Kunden in allen Altersgruppen technischen Neuerungen sehr aufgeschlossen gegenüber. Gestiegen sei die Kundenzufriedenheit, wie der Anstieg des Stammkundenanteils von 30 auf 43 Prozent in den ersten 4 Monaten zeige, aber auch der Umsatz. Der durchschnittliche Einkaufsbetrag der Nutzer der neuen Technologien lag höher als jener von "normalen" Kunden. (APA)

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