GAK verhinderte ein frühes Rapid-Solo

26. September 2003, 17:26
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Grazer retten Spannung in der Meisterschaft - Schachner: "In der Krise waren wir nie" - Rapids Hickersberger kritisiert Schiedsrichter Brugger

Graz/Wien - Österreichs Fußballfans müssen sich beim GAK bedanken, die Roten aus Graz haben sich und den Mitbewerbern ein frühes Solo Rapids in der Fußball-T-Mobile-Bundesliga erspart. Hätten die Rapidler den Wunsch ihres Trainers Josef Hickersberger erfüllt und am Sonntag den Schlager in Graz gewonnen, wäre die Konkurrenz schon sieben und mehr Punkte zurückgelegen. Durch den durch zwei Kollmann-Tore fixierten 2:0-Sieg der Grazer atmet die Liga vorerst auf, die "Rotjacken" selbst erarbeiteten sich rechtzeitig vor der Europacup-Partie in Norwegen eine gehörige Portion Selbstvertrauen.

Motivation zum richtigen Zeitpunkt

Dieser internationale Aspekt war für GAK-Coach Walter Schachner zumindest ebenso wichtig wie die drei Punkte auf dem nationalen Punktekonto. "Diese Motivation werden wir uns für das Match gegen Vaaleranga mitnehmen. Man darf ja nicht vergessen, dass wir nicht gegen irgendjemanden, sondern gegen den Tabellenführer gewonnen haben." Da nahm es Schachner gerne hin, dass seine Mannschaft diesmal spielerisch nicht geglänzt hat. "Aber in der Krise waren wir nie. Nur in Bregenz haben wir schlecht gespielt."

Teamspieler als Führungspersonen

Besonderen Anteil am Erfolg gegen Rapid hatten drei Teamspieler. Kollmann natürlich durch seine zwei Treffer, Aufhauser u.a. durch seinen effektiven Vorstoß vor dem Führungstor und Dollinger, indem er bei den Treffern die Vorlagen geliefert hatte. "Wenn wir nicht gewonnen hätten, wären wir ins Niemandsland abgerutscht und die Fans wären ausgeblieben", meinte Dollinger nach dem Match.

Hickersberger kritisiert Schiedsrichter

Die Rapidler hatten nicht nur Hickersbergers Siegesgelüste unbefriedigt gelassen, sondern auch dessen Devise nicht befolgt, Gelb-Rot oder Rot zu vermeiden. Der Ausschluss Feldhofers nach Tätlichkeit gegen Dollinger war mit Spiel entscheidend, Hickersberger bestätigte die Richtigkeit des Feldverweises. "Aber die Blutgrätsche von Tokic hätte auch mit Rot geahndet gehört", kritisierte der 55-Jährige Schiedsrichter Brugger.

Hofmann sah vermeidbare Niederlage

Für Kapitän Hofmann wäre Rapid mit etwas mehr Konsequenz zumindest nicht so früh auf die Verliererstraße gekommen. "Vor dem ersten Tor hätten wir den Ball nur wegschießen müssen, dann wären wir zu Null in die Pause gegangen. Und der Ausschluss wäre dann auch nicht passiert, da sich Feldhofer sicher zurückgehalten hätte." Jedenfalls kann Rapid schon am Mittwoch eine neue Erfolgsserie starten, nachdem man 17 Spiele in Serie unbesiegt war. In der zweiten Cup-Runde gastieren die Grün-Weißen in Krems. (APA)

  • Der GAK brachte sich wieder ins Titelrennen.

    Der GAK brachte sich wieder ins Titelrennen.

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