Rupert Murdoch könnte laut Zeitung als BSkyB-Chairman zurücktreten

18. Oktober 2003, 10:24
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Zur Beruhigung aufgebrachter Aktionäre wegen geplanten Aufstiegs von Murdoch-Sohn auf Chefsessel als Ball-Nachfolger

Medienmogul Rupert Murdoch steht angeblich vor dem Rücktritt als Chairman des britischen Pay-TV-Senders British Sky Broadcasting Group plc (BSkyB), Isleworth. "The Observer" berichtete, mit diesem Schritt könnte Murdoch versuchen, aufgebrachte Aktionäre zu beruhigen, die seinen Plan kritisieren, seinen Sohn auf den Stuhl des Chief Executive zu hieven.

Das Blatt berief sich in seiner Ausgabe von gestern, Sonntag, auf Quellen, die behaupten, mit dieser "Befriedung" versuche Murdoch, die Anteilseigner zu beruhigen, die in der Berufung von James Murdoch einen Versuch sehen, Geld aus dem Unternehmen in andere Geschäftsbereiche abzuzweigen.

Verhandlungen über Abfindung´

Gleiches berichtete die "Financial Mail on Sunday". Die Aktionäre fürchteten, dass Murdoch seinen Einfluss auf das Unternehmen gerade nun verstärke, da BSkyB starke Gewinne abwerfe und die Dividendenzahlung wieder aufnehme. "The Business" berichtet, der gegenwärtige CEO, Tony Ball, habe am Samstag abgelehnt, die Gerüchte um seine baldige Abberufung zu kommentieren. Laut "The Observer" führt Ball bereits Verhandlungen über seine Abfindung.

Medien hatten vor einigen Tagen über die geplante Ablöse von Ball berichtet. Der Vertrag von Ball, der die Digitalisierung von BSkyB durchsetzte und den Sender in die schwarzen Zahlen führte, läuft im Mai aus. Spekulationen, dass der 30-jährige James Murdoch die Nachfolge Balls antreten werden, hatten die Aktien des Senders belastet. Rupert Murdoch hält 34 Prozent an BSkyB. (APA/vwd/Reuters)

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