Neuer Computerwurm verbreitet sich mit ungewöhnlicher Schnelligkeit

7. Oktober 2003, 09:50
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"Swen" täuscht mittels Nachahmung von Microsoft- Sicherheitsmails tausende UserInnen

Ein neuer Computerwurm tarnt sich als Programm des Software-Anbieters Microsoft und täuscht vor, ein Sicherheitsloch in Microsoft-Programmen zu schließen. Mit dieser cleveren Taktik habe der "Swen" oder "Gibe" genannte Wurm es geschafft, sich am vergangenen Wochenende explosionsartig zu verbreiten, sagte Computerexperte Josef Pichlmayr von Ikarus Software.

Verbreitung

Der heimtückische Wurm gelange als E-Mail-Anhang auf die Festplatten und versende sich dann selbstständig an die auf dem Rechner gespeicherten Adressen weiter. "Er verbreitet sich mit einer hochgradig ungewöhnlichen Geschwindigkeit. Während die Zahl der von 'Swen' verschickten infizierten E-Mails am Freitag noch bei 20.000 lag, haben wir am Wochenende 100.000 E-Mails registriert", sagte Pichlmayr. Der Wurm könne nur deshalb so erfolgreich sein, weil die Attachments der infizierten E-Mails den Sicherheitsprogrammen von Microsoft täuschend ähnlich seien. Pichlmayr: "Man sollte aber wissen, dass die Firma Microsoft ohne Anforderung keine Sicherheitsprogramme als Attachments verschickt. Solche E-Mails sollten stets kritisch betrachtet werden."

Ein typisches Mail von Swen

Verbreitung

Die Leidtragenden seien fast ausschließlich private Internet-Nutzer, da sich der Wurm vor allem über die Musiktauschbörse KaZaa, Internet-Diskussionsforen und gemeinsam genutzte Netzwerken verbreite, erläuterte der Fachmann. Für die Datenverarbeitung von Firmen bedeute der Wurm nur ein geringes Sicherheitsrisiko, da deren Virenschutz im Gegensatz zu dem der meisten Heimcomputer aktuell genug sei. (APA)

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