IBM setzt alles auf Linux

11. Jänner 2000, 10:31

Mit Linux will der Konzern das Server-Geschäft wiederbeleben

Wie Heise berichtet, will IBM in Zukunft mit umfangreichen Investitionen, verstärktem Marketing und einer internen Reorganisiation massiv auf Linux setzen. Sam Palmisano, der IBMs erfolgreiche Service-Abteilung aufgebaut hat und jetzt den Server-Bereich leitet, möchte mit Linux IBMs zurzeit vor sich hindümpelndes Server-Geschäft wiederbeleben. Gerade im E-Business-Bereich steige die Nachfrage nach offenen Standards, über die verschiedene Hardware-Plattformen kooperieren können, so Palmisano in einem Brief an IBM-Chef Lou Gerstner. Linux könne hier als vereinigende Kraft helfen. Der neue Chef der Server-Abteilung möchte erreichen, dass Linux auf allen IBM-Plattformen läuft.

Die neue Linux-Initiative soll Irving Wladawsky-Berger leiten, bislang Chef von IBMs Internet-Division. Nach seinen Worten will das Unternehmen eine Linux-Gruppe von etwa 200 Entwicklern aufbauen, die Teile von IBMs Betriebssystem-Technologie in die Linux-Entwicklung einfließen lassen soll. Auch über eine IBM-zertifizierte Linux-Version werde nachgedacht, jedoch sei hier noch keine Entscheidung gefallen. Die Aufwertung von Linux solle vor allem den Verkauf klassischer IBM-Produkte wie Hardware, Middleware und Services ankurbeln. Speziell im Bereich Server-Hardware verzeichnet IBM bereits seit einiger Zeit rückläufige Verkäufe. Mit umfassender Linux-Unterstützung sollen die IBM-Rechner offensichtlich vor allem für E-Commerce-Anbieter attraktiver werden. (heise)

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