Neue Prozessorära mit 64 Bit

6. Oktober 2003, 10:27
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"Durch die Bank schneller" - Die lang erwarteten 64-Bit-Prozessoren von AMD und Apple/IBM im Test

Mit 64-Bit-Prozessoren dringen die Computerhersteller in eine neue Dimension der PC-Architektur vor. Deutliche Geschwindigkeitsvorteile bringen die Systeme von AMD und Apple/ IBM zwar bei bestimmten, aber durchaus nicht bei allen Anwendungen, so das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe.

Wirbel

Vor zehn Jahren hat der Fortschritt von 16 Bit auf 32 Bit bei den Prozessoren für großen Wirbel gesorgt: Leistungsfähigere Hardware, aber vor allem auch neue Betriebssysteme und anspruchsvollere Software brachten in der Folge ernorme Verbesserungen.

Warten auf Software

64-Bit-Prozessoren sind bei Servern eigentlich schon ein alter Hut. Jetzt kommen von AMD und IBM erstmals 64-Bit-Prozessoren für den PC-Massenmarkt. Den IBM-Chip PowerPC 970 baut Apple in die neuen G5-Macs ein. Den Athlon 64 wird man bald in vielen Windows-PCs finden. Was noch fehlt, ist die passende Software.

Durch die Bank schneller

"Die Systeme sind zwar durch die Bank weg schneller als ihre Vorgänger", so c't-Redakteur Christof Windeck, "aber solange die Software, die man einsetzt, nicht für die neuen Prozessoren optimiert ist, spürt man als Nutzer nicht allzuviel davon." Die neuen 64-Bit-Modelle bieten auch nicht zwangsläufig mehr Zukunftssicherheit als preiswertere 32-Bit-Systeme – noch steht die 64-Bit-Desktop-Architektur am Anfang der Entwicklung.

Grafikkarte

Beim Kauf eines neuen PC spielt das 64-Bit-Argument deshalb noch keine große Rolle. Da ist auch weiterhin die Überlegung vorrangig, für welche Zwecke man den Rechner einsetzen will. Stehen 3-D-Grafik-Spiele im Vordergrund, ist eine gute Grafikkarte weitaus wichtiger als 64-Bit-Technik.(red)

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