Korei deutet Entwaffnung radikaler Gruppe an

23. September 2003, 19:39
4 Postings

"Chaos beenden" - Weitere Verhandlungen nötig

Ramallah - Der designierte palästinensische Ministerpräsident Ahmed Korei hat erstmals die Möglichkeit einer Entwaffnung der radikalen Gruppen angedeutet. Korei sagte nach einem Treffen mit Präsident Yasser Arafat in Ramallah, er werde versuchen, das Chaos der illegalen Waffen in den Autonomiegebieten zu beenden. Dazu seien jedoch weitere Verhandlungen nötig.

Korei hatte vor seinem Treffen mit Arafat mit Vertretern der Gruppen Hamas und Islamischer Dschihad gesprochen. Diese wiesen Koreis Angebot zurück, seiner Regierung beizutreten, die von Mitgliedern von Arafats Fatah dominiert werden wird. "Wir brauchen weitere Beratungen über ein Ende des Chaos' in den Straßen, in der Verwaltung und in der palästinensischen Mentalität", sagte Korei vor Journalisten. "Das ist das Hauptthema und schließt das Chaos in der Verwendung, der Verteilung und Lagerung von Waffen ein." Nähere Einzelheiten nannte er nicht.

Aus palästinensischen Regierungskreisen verlautete, möglicherweise könne die Polizei versuchen, die Extremisten davon zu überzeugen, ihre Waffen nicht in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Bei zahlreichen Demonstrationen der radikalen Organisationen schießen maskierte Mitglieder in die Luft. (APA/AP)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Korei setzt seine Bemühungen zur Bildung einer neuen Regierung fort.

Share if you care.