IT-Stellen weiter Mangelware

29. September 2003, 10:13
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Zahl der ausgeschriebenen Posten sinkt um 50 Prozent

Der IT-Arbeitsmarkt befindet sich in Deutschland weiter in der Krise. So ist die Zahl der ausgeschriebenen freien Stellen in den ersten acht Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent bzw. fast 8.400 Jobofferte gesunken. Vor allem die Finanzdienstleister haben offenbar das Interesse an Computerfachleuten verloren: Hier ist die Zahl offener Stellen gegenüber 2002 um 67 Prozent auf 278 zurückgegangen. Dies hat eine Analyse des Personaldienstleisters Adecco ergeben.

Grund für Misere: Outsourcing

Der Grund für die IT-Malaise bei den Finanzdienstleistern liegt laut Adecco in der Tatsache, dass immer mehr Banken und Versicherer ihre IT-Infrastruktur auslagern und auf günstigere Softwareentwicklungen im Ausland setzen. Auch die Telekom-Industrie, die Elektronikbranche sowie die Software- und Beratungshäuser verzeichnen einen Stellenrückgang von rund 50 Prozent. Dies allerdings von einem hohen Niveau aus, denn die IT-Dienstleister haben mit 2.057 ausgeschriebenen Stellen einen Anteil von 21 Prozent aller angebotenen Jobs gestellt.

70 Prozent Rückgang

Bei den gefragtesten Berufen steht es um Netz- und Internetexperten besonders schlecht. In dieser Sparte ist die Zahl freier Positionen gegenüber dem Vorjahr um fast 70 Prozent zurückgegangen. CAD/CAM-Profis liegen mit einem Minus von 35 Prozent hier noch am besten. Nach Regionen betrachtet haben IT-Experten in Nordrhein-Westfalen derzeit die besten Chancen. In diesem Bundesland seien aktuell 1.815 IT-Jobs ausgeschrieben. Im Gegensatz dazu befindet sich das "Laptop-und-Lederhose"-Musterland Bayern in der Krise: Hier haben die Unternehmen in den ersten acht Monaten bisher zur 1.287 IT-Stellen ausgeschrieben, im Vorjahr waren es noch 2.455.(pte)

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Adecco

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