IWF: Geld für Irak und Argentinien

26. September 2003, 14:31
posten

Währungsfonds und Weltbank sichern Hilfe für Wiederaufbau Iraks zu - Summe nicht bekanntgegeben - Auch Abkommen mit Argentinien gebilligt

Dubai - Weltbank und Internationaler Währungsfonds (IWF) haben Unterstützung für den Wiederaufbau Iraks zugesichert. Bei der Jahrestagung in Dubai machte der für Irak zuständige Weltbankdirektor Joseph Saba am Samstag jedoch keine Angaben über die Höhe der erforderlichen Finanzmittel. Nach Angaben aus den USA werden für Sofortmaßnahmen bis zu 75 Milliarden Dollar (66,3 Milliarden Euro) benötigt. Saba kommentierte diese Zahlen nicht. Der finanzielle Bedarf für dringende Infrastrukturmaßnahmen sowie die Sicherstellung der Wasser- und Stromversorgung sei allerdings bedeutend.

Beratung mit irakischer Delegation

Mit einer am Samstag erwarteten irakischen Delegation sollen insgesamt 14 Studien der Weltbank zum Wiederaufbau beraten werden, wie Saba weiter sagte. So soll vor der internationalen Geberkonferenz Ende Oktober in Madrid die Hilfsbedürftigkeit des kriegszerstörten Landes möglichst genau ermittelt werden. Von irakischer Seite werden an der Tagung von IWF und Weltbank Finanzminister Kamel el Kilani und Planungsminister Mahdi el Hafez sowie der Chef der irakischen Zentralbank Sinan el Jebibi teilnehmen.

12,5 Milliarden für Argentinien

Zehn Tage nach einem Abkommen mit Argentinien über die Schuldentilgung des südamerikanischen Landes billigte der IWF am Samstag die Vereinbarung. In einer Absichtserklärung ist die Rede davon, dass der IWF dem bankrotten Land über einen Zeitraum von drei Jahren 12,5 Milliarden Dollar bereitstellt. Argentinien muss diese Summe im selben Zeitraum zurückzahlen. Es handelt sich demnach nicht um neue Finanzhilfen; der argentinischen Regierung soll jedoch beim Kampf gegen die Wirtschaftkrise auf diese Weise Luft verschafft werden.

Am 10. September hatte sich die argentinische Regierung nach eigenen Angaben mit dem IWF darauf verständigt, bis Ende 2006 lediglich die in dieser Zeit anfallenden Zinsen von rund 2,3 Milliarden Dollar an den Währungsfonds, die Weltbank sowie die Interamerikanische Entwicklungsbank zu zahlen. Ursprünglich hätte Buenos Aires fast 18 Milliarden Dollar aufbringen müssen. (APA)

Share if you care.