Assassinen

26. September 2003, 11:48
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Alexander Gieses Roman "Tigersöhne"

Obschon vor über 30 Jahren im Angesicht des RAF-Terrors geschrieben, kommt Alexander Gieses Roman "Tigersöhne" (€ 19,50, Edition Doppelpunkt) heute erneut erschütternde Aktualität zu.

Giese bezieht seine Handlung aus einer alten arabischen Legende: Im 11. Jahrhundert gehen drei Studienfreunde getrennte Wege - Abdul wird Wesir, Hassan Anführer einer Sekte von Assassinen, die Knaben rauben und sie zu Attentätern erziehen. Dazwischen Omar, Astronom und Wissenschafter, der durch sein bedingungsloses Bekenntnis zu Gewaltlosigkeit und Humanität zwischen beiden steht.

Spannend, wenn auch mit Längen, erzählt Giese seine Geschichte und appelliert durch die Figur des Omar, nicht zu urteilen sondern das Unbegreifliche des Terrors zu hinterfragen. (tj/DER STANDARD, Printausgabe, 20./21.9.2003)

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