Esser: "War nur Gehilfe"

22. September 2003, 11:49
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Exchef von Mannesmann sieht sich entlastet

Düsseldorf - Der frühere Mannesmann-Chef Klaus Esser sieht sich laut Handelsblatt in dem Verfahren um Millionen-Abfindungen bei der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone durch den Eröffnungsbeschluss des Gerichts in erheblichem Maße entlastet. Er sei nicht mehr als Täter, sondern nur noch als Gehilfe angeklagt, sagte Esser.

Das Düsseldorfer Landgericht habe, anders als die Staatsanwaltschaft, bei ihm keine Pflicht erkennen können, auf die Angemessenheit der Abfindung zu achten. Eine solche Pflicht treffe nur den Aufsichtsrat, nicht den Vorstandsvorsitzenden und Empfänger der Abfindung selbst.

Was die Abfindungen für variable Pensionsbestandteile betreffe, habe das Gericht sogar überhaupt keinen Tatverdacht erkennen können. Daher sei die Anklage gegen ihn selbst gar nicht erst zugelassen worden, sagte Esser. (dpa, Der Standard, Printausgabe, 22.09.2003)

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