Schlangen-Roboter bewegt sich durch Trümmer

20. September 2003, 09:30
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Einsatz beim Aufspüren von Überlebenden im Katastrophenfall

Tokio - Japanische Wissenschafter haben schlangenartige Roboter entwickelt, die nach Erdbeben unter Trümmern eingeschlossene Überlebende aufspüren können. Die Schlangen-Roboter könnten sich auch in engen Durchgängen fortbewegen und verringerten durch ihre lange, schlanke Bauweise im Gegensatz zu anderen Robotern die Gefahr, die Trümmer zusätzlich zu belasten und zum Einsturz zu bringen, sagte Professor Fumitoshi Matsuno von der Tokioter Universität für Elektro-Kommunikation.

Der zwei Meter lange Prototyp "Koga" fährt auf panzer-ähnlichen Ketten, ist mit einer eingebauten Kamera ausgerüstet und bahnt sich ferngesteuert seinen Weg durch die Ruinen. Für den Transport zur Unglücksstelle kann er in zehn Teile zerlegt werden. Dies sei besonders wichtig, weil die Zeit nach einem Erdbeben der entscheidende Faktor für das Überleben sei, betonte Matsuno.

Japan liegt in einer besonders erdbebengefährdeten Zone. Immer wieder gibt es verheerende Beben. Zuletzt kamen im Januar 1995 in der Großstadt Kobe mehr als 6.000 Menschen ums Leben. Die meisten erstickten eingeklemmt unter den Trümmern. (APA)

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