Stronach kritisiert übereiltes Handeln

19. September 2003, 19:01
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Rudas: Strategischer Partner hätte höheren Preis gebracht - Anerkennung für "professionellen" Börsegang - "Es geht nicht um Magna"

Wien - Aus Sicht von Magna-Gründer und Haupteigentümer Frank Stronach ist der Verkauf der ÖIAG-Anteile an der Voestalpine über die Börse zwar "professionell" gelaufen. Es war aber "nicht klug, so übereilt zu handeln", ließ Stronach über seinen Sprecher Andreas Rudas am Freitag ausrichten. "Nach den heftigen, sehr unsachlichen und politisch bestimmten Diskussion" wäre es besser gewesen, eine Besinnungspause einzulegen", erklärte Andreas Rudas.

Es wäre klüger gewesen, die Voestalpine über einen strategischen Partner zu privatisieren, hielt Rudas fest. Damit wäre ein höherer Preis erzielbar gewesen. Zudem wäre es möglich gewesen, den Verkauf mit Verpflichtungen zu verbinden, etwa Auflagen in Richtung Sicherung von Arbeitsplätzen, Investitionen oder Forschung.

Sronach, der Österreicher

Stronach mache diese Aussagen ausdrücklich nicht als Gründer oder Eigentümer von Magna, sondern als Österreicher, unterstrich Rudas. Darauf lege er Wert. Das gelte für alle Äußerungen von Stronach und Siegfried Wolf, Vize-Chef von Magna International und ÖIAG-Aufsichtsratsmitglied im Zuge der voestalpine-Diskussion.

Magna habe sich in keiner Weise beteiligt an der voestalpine und auch jetzt keine Aktien erworben, unterstrich Rudas. "Magna als Firma hat null damit zu tun", betonte er. Zu einem allfälligen früheren Beteiligungsinteresse von Magna an der voestalpine äußerte er sich nicht. (APA)

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    Diese Mimik gilt nicht der Performance der Privatisierung, sondern der Spielkultur seiner Wiener Austria

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