Gestörte Nachtruhe

24. September 2003, 11:15
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Belgische Studie: Mobiltelefone nehmen großen Einfluss auf den Schlaf einer zunehmenden Zahl Jugendlicher

London - Fast jeder zweite Jugendliche wird von eingehenden SMS-Textbotschaften im Schlaf gestört. Laut einer Studie der belgischen Universität Leuven reißen solche SMS-Nachrichten 43,4 Prozent der 16-Jährigen mindestens einmal monatlich aus dem Schlaf - etwa jeden Vierten davon mehrmals wöchentlich bis täglich. Unter den 13-Jährigen werden demnach rund 27 Prozent mehr oder weniger häufig während der Nacht geweckt.

"Diese Ergebnisse zeigen, dass Mobiltelefone einen großen Einfluss auf den Schlaf einer zunehmenden Zahl Jugendlicher nehmen können", betont der Forscher Jan Van den Bulck in der Zeitschrift "British Medical Journal". Nach Ansicht des Forschers beeinträchtigen die Textbotschaften die Nachtruhe der Heranwachsenden mehr als Fernsehen und Computer, weil sie den Schlaf der Betroffenen unterbrechen.

Zudem steigt die Zahl der Handynutzer auch unter Kindern an, und viele Heranwachsende nehmen die Mobiltelefone mit ins Bett, um eintreffende Botschaften nicht zu verpassen. Die Forscher der Universität Leuven fragten 2.500 Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren, wie oft sie nachts durch eingehende SMS-Botschaften aufwachen. (APA/AP)

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    foto: photodisc
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