"Kleiner Vorbote"

8. Oktober 2003, 11:15
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Greenpeace Österreich sieht den Hurrikan "Isabel" als Folge des weltweiten Klimawandels - USA sollen handeln

Wien/Washington - Als Folge des weltweiten Klimawandels bezeichnete Greenpeace Österreich den Hurrikan "Isabel". Nach der baldigen Ratifikation des Kyoto-Protokolls durch Russland werden die USA die größte und letzte Industrienation der Welt sein, die sich dem Klimaschutz weiterhin verweigert, hieß es am Freitag in einer Aussendung. "Sie sehen die Zeichen des Klimawandels jetzt sogar deutlich im eigenen Land", erklärte Greenpeace-Klimaexperte Erwin Mayer. Die Umweltorganisation forderte die USA auf, "endlich dem Kyotoprotokoll sofort beizutreten".

Tritt das Kyotoprotokoll in Kraft, wären die USA laut Greenpeace zu einem Abbau ihrer Treibhausgase bis 2010 um sieben Prozent verpflichtet. "Sie haben das Kyoto-Protokoll aber nur unterzeichnet, wollen es aber nicht ratifizieren. Damit sabotieren die USA, die der größte Produzent der Treibhausgase weltweit sind, die Bestrebungen, die weltweite Klimakatastrophe zu verhindern", so die Umweltschützer.

Interessen

Hinter dem Ausstieg der USA aus dem Klimaschutz stünden "die Interessensvertretungen der großen Energie-, Chemie- und Autokonzerne, z.B. die Clobal Climate Coalition, angeführt und maßgeblich finanziert vom größten fossilen Energieriesen (Exxon-)ESSO-Mobil", erklärte Greenpeace. Dieser Konzern würde die US-Regierung finanziell unterstützen, "um die USA von der Ratifikation des Kyoto-Protokolls abzuhalten".

Extremereignisse wie Hurrikans, Starkniederschläge und Überflutungen sowie Hitze- und Dürreperioden werden laut Greenpeace in einer wärmeren Atmosphäre massiv zunehmen. "Hurrikan Isabel ist nur ein kleiner Vorbote dessen, was den USA - und auch der Welt - in den nächsten Jahrzehnten an weiteren Auswirkungen des Klimawandels noch bevorsteht", warnte Mayer. (APA)

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    Satellitenaufnahme des Hurrikan "Isabel" am 18. September

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