Proteste in Österreich

21. September 2003, 18:54
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Großkonzerne profitieren - Kleine Software-Entwickler gefährdet - Protestaktion vor Österreichischem Patentamt

Eine für kommenden Mittwoch, 24. September, im EU-Parlament zur Abstimmung stehende Richtlinie zur Patentierbarkeit von Software sorgt für Unmut bei kleineren Software-Entwicklern. Hinter dieser Richtlinie würden neben der Business Software Alliance, in der sich große Software-Konzerne wie Microsoft finden, auch Patentanwälte und Patentämter stehen, sagte der Initiator der Protestbewegung in Österreich, Franz Schäfer, zur APA. Bei Beschluss der Richtlinie seien die Auswirkungen auf die europäische Softwareindustrie "fatal".

Monopolisierung

Den großen Konzernen würde durch die Richtlinie eine Vielzahl an Patenten zufallen, wodurch kleine Softwarefirmen hohe Lizenzgebühren zu entrichten hätten. Das aber bedeute das "Aus" für die kleinen Software-Entwickler, befürchtet Schäfer. Protestveranstaltungen gegen die Richtlinie habe es bereits in verschiedenen europäischen Städten gegeben. Auf Unterschriftenlisten hätten sich schon mehr als 250.000 Menschen eingetragen, darunter rund 2.000 Firmenchefs und zahlreiche Informatik- und Wirtschafts-Professoren, so der Aktivist.

Protest

Vor dem Österreichischen Patentamt wird in diesem Zusammenhang am heutigen Freitagabend eine Protestkundgebung abgehalten, die von verschiedenen heimischen Software-Organisationen unterstützt wird. Ziel ist laut Schäfer, mit den europaweiten Aktionen vor allem die noch unschlüssigen EU-Parlamentarier für sich zu gewinnen. (APA)

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