Acht Computerriesen wegen irreführender Festplattengrößen verklagt

29. September 2003, 10:16
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Angaben auf den Geräten versprechen mehr als tatsächlich drinnen ist - Benutzer verlangen Entschädigung

Computerbesitzer in den USA haben acht der größten Computerhersteller der Welt wegen angeblich irreführender Größenangaben auf Festplatten verklagt. Wie bekannt wurde, richtet sich die in Los Angeles eingereichte Klage gegen Apple, Dell, Gateway, Hewlett-Packard, IBM, Sharp, Sony und Toshiba.

Irreführende Angaben

Die vier Kläger legen diesen Firmen zu Last, die Größen der Festplatten nach einem anderen Zahlensystem anzugeben als es von Computern intern verwendet wird. Damit werde dem Kunden vorgetäuscht, die Festplatte habe ein größeres Speichervermögen als es tatsächlich der Fall sei. Die Firmen konnten zunächst für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.

2000 MP3s weniger

Laut Klageschrift geben die Hersteller in der Werbung die Festplattengröße im Dezimalsystem (Zahlen zur Basis zehn) an, während Computer intern eigentlich mit dem Binärsystem (Zahlen zur Basis zwei) arbeiten. Dadurch habe eine Festplatte, deren Größe mit 150 Gigabyte angegeben werde, eigentlich nur 140 Gigabyte Speicherplatz. Dies entspreche dem Platz für 2000 digitalisierte Lieder oder 20,000 Bilder. In der Klage wird unter anderem ein Ende dieser Werbepraktiken und Entschädigung verlangt.(APA/Reuters)

  • So funktioniert eine Festplatte - eine Grafik.
    bild: bulls

    So funktioniert eine Festplatte - eine Grafik.

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