Tauwetter zwischen Libyen und Europa

19. September 2003, 19:48
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Spaniens Ministerpräsident Aznar zu Gast in Tripolis: "Libyen wird Faktor der Stabilität und Sicherheit"

Tripolis/Madrid - Der spanische Ministerpräsident Jose Maria Aznar hat Libyen Fortschritte bei der Rückkehr in die internationale Staatengemeinschaft bescheinigt. Nach einem Treffen mit dem libyschen Revolutionsführer Muammar el Gaddafi am Donnerstag in Tripolis sagte der Regierungschef, Libyen sei dabei, zu einem "Faktor der Stabilität und der Sicherheit" zu werden. Aznar besuchte Libyen als erster Regierungschef eines westlichen Staates nach Aufhebung der UN-Sanktionen.

Libyen: Zum Kampf gegen Terrorismus entschlossen

Nach spanischen Rundfunkberichten wies er darauf hin, dass Tripolis zum Kampf gegen den Terrorismus entschlossen sei. Libyen habe zudem Reformen zur Liberalisierung und zur Öffnung der Wirtschaft eingeleitet. Für Aznar ging es bei dem Treffen in der libyschen Hauptstadt auch darum, die Investitionsmöglichkeiten für spanische Unternehmer in dem nordafrikanischen Staat zu verbessern. Gaddafi versicherte, dass spanische Investitionen willkommen seien. "Wenn es ein Problem gibt, sagen Sie es mir!", forderte er die Unternehmer auf, die Aznar begleiteten.

Der Weltsicherheitsrat hatte am Freitag seine Sanktionen gegen Libyen nach elf Jahren aufgehoben. Die Regierung in Tripolis hatte zuvor die Verantwortung für den Bombenanschlag auf ein PanAm-Flugzeug über dem schottischen Lockerbie im Dezember 1988 übernommen und damit begonnen, die 270 Opferfamilien mit je zehn Millionen Dollar (8,84 Mio Euro) zu entschädigen. (APA/dpa)

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    Gaddafi zu potentiellen Investoren: "Wenn es ein Problem gibt, sagen Sie es mir!"

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