Kein Voestival vor dem Börsen-Start

18. September 2003, 18:51
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ÖIAG schöpft vollen Rahmen nicht aus und platziert nur einen Anteil von knapp 20 Prozent - Umtauschanleihe: Klein-Anleger gehen leer aus

Wien - Die ÖIAG schöpft beim Börsenverkauf von Voestalpine-Aktien nicht den vollen Rahmen aus. Nachdem die Staatsholding Donnerstagfrüh bekannt gab, die angekündigte Umtauschanleihe auf rund 5,94 Millionen Voest-Aktien und damit auf 15 Prozent des Grundkapitals zu begeben, ist klar, dass die ÖIAG statt 24,65 Prozent (Maximalwert) nur einen Anteil von 19,65 Prozent bei der Zweitplatzierung morgen, Freitag, an die Börse bringt. Das bestätigte auch ÖIAG-Sprecherin Viktoria Kickinger.

Verkauf zäh angelaufen

Rein rechnerisch gibt die ÖIAG bei der Börsentransaktion jetzt rund 7,78 Millionen Aktien des Linzer Stahlkonzerns ab, ursprünglich hätten es bis zu 9,761.400 sein sollen. In Finanzkreisen hieß es, der vergangenen Donnerstag gestartete Verkauf sei zäh gelaufen.

Der Kaufpreis je Aktie soll jedenfalls noch heute veröffentlicht werden, wie Kickinger zur APA sagte. Zuvor tritt der ÖIAG-Aufsichtsrat nochmals zusammen, um den von JP Morgan und Erste Bank ermittelten Aktienpreis abzusegnen.

Umtauschanleihe: Nur Institutionelle

Wann genau das der Fall sein wird, ließ sich auch heute bisher nicht eruieren. Während Kickinger abermals darauf verwies, die Sitzung sei nach hinten verschoben worden und finde erst gegen 21.00 Uhr statt, hieß es in ÖIAG-Aufsichtsratskreisen, die Sitzung sei wie ursprünglich geplant für 18.30 Uhr angesetzt.

Für die in drei Jahren fällige Umtauschanleihe, über die die ÖIAG vorerst noch 15-prozentige Voest-Miteigentümerin bleibt, errechnet sich auf der Grundlage der heute Früh bekannt gegebenen ersten Eckdaten ein Umtauschkurs von 40,40 Euro. Wie es hieß, wird der Bond - er soll der ÖIAG rund 240 Mio. Euro in die Kasse spülen - nur institutionellen Investoren, nicht aber Kleinanlegern angeboten. Geliefert werden soll die ÖIAG-Anleihe am 2. Oktober.

An der Börse notierte die Voest-Aktie am frühen Nachmittag mit 32,05 Euro um 1,54 Prozent schwächer. Maßgebend für den SPO-Aktienpreis ist der heutige Schlusskurs, der kurz nach 17.30 Uhr feststehen wird. Einzurechnen sei dann ein Abschlag von 5 Prozent, sagte ein Investmentbanker. (APA)

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    montage: derstandard.at
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