Eine komplette DVD in 20 Minuten aus dem Netz saugen

29. September 2003, 10:07
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In Japan kein Problem - Österreich im guten Mittelfeld bei schnellem Breitbandanschluss

Die Zahl der Internet-Benutzer mit einem sehr schnellen Breitbandanschluss ist international rasant im Vormarsch. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Abonnenten um 72 Prozent auf 62 Millionen Anwender gestiegen, sagte Taylor Reynolds von der "International Telecommunication Union (ITU)" in Genf. Österreich rangiere unter den Ländern mit der weltweit größten Breitband-Dichte an 12. Stelle und damit vor Deutschland (Rang 17), teilte die ITU mit.

Korea in Führung

In Österreich seien 6,6 Prozent der Bevölkerung mit einem Breitband-Internetanschluss ausgestattet, der Informationen mit mindestens fünf Mal höherer Geschwindigkeit als eine normale dial-up-Modem-Verbindung überträgt, hieß es weiter. Dagegen würden nur 3,9 Prozent der Deutschen Breitband-Internet nutzen. In Korea, dem Land mit der größten Anschluss-Dichte, habe bereits mehr als jeder Fünfte einen Breitbandanschluss.

Japaner surfen am schnellsten und billigsten

Die schnellsten und zugleich billigsten Breitband-Verbindungen gibt es laut Reynolds in Japan. Dort seien die Verbindungen in der Regel 520 Mal schneller als eine normale dial-up-Modem-Übertragung und mit einem Monatsbeitrag von rund 24 US-Dollar (21,4 Euro) auch noch am billigsten. In Japan würde das Herunterladen einer DVD mit einer Spielfilm-Datei rund 20 Minuten dauern. In der Schweiz hingegen seien dafür rund zwölf Stunden und bei einer normalen Modem-Verbindung soagr rund siebeneinhalb Tage notwendig, so Reynolds.

Wachsender Bedarf

Als einen Grund für das rasante Wachstum nannte Reynolds den wachsenden Bedarf nach schnelleren Internet-Verbindungen. Darüber hinaus werde es vor allem auch zum billigen Telefonieren, zum Hören von weltweiten Radio- und Fernsehprogrammen und für Online-Spiele benutzt.(APA/dpa/red)

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