Die Frühstarter ins Leben

22. September 2003, 13:47
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Zahl der Frühgeburten steigt - Überlebens- Chancen für sehr Leichtgewichtige haben sich in zwanzig Jahren signifikant verbessert - mit Grafik

Wien - Das österreichische Durchschnittskind kommt mit 3.313 Gramm nach 39,1 Wochen Schwangerschaft zur Welt. Doch immer mehr Kinder legen einen Frühstart ins Leben hin, die so genannten Frühchen. Per gesetzlicher Definition ist jedes Kind unter 2.500 Gramm eine Frühgeburt, für die medizinische Praxis ist diese Grenze allerdings irrelevant. Für die Mediziner gilt im Allgemeinen ein Kind mit weniger als 1.500 Gramm als Frühgeburt.

Vor 1980 hatten Frühchen unter 1.000 Gramm kaum Überlebenschancen. Mittlerweile überleben 400 Gramm schwere Winzlinge, die in der 24. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen. Risikofaktoren für eine Frühgeburt sind Unterleibsinfektionen, Gebärmutterfehlbildungen, Muttermundschwäche, Mangelentwicklungen des Fötus sowie Mehrlings-Schwangerschaften, deren Zahl in den letzten Jahren durch die In-Vitro-Fertilisation stark zugenommen hat. (APA)

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    grafik: schulte-holtey
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    Frühchen in einem Brutkasten im Universitätsklinikum Heidelberg.

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