Arafat: "Falls Sharon mich töten will, meine Pistole ist bei mir"

19. September 2003, 18:37
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Palästinenserpräsident beschuldigt Sharon, ihn töten zu wollen - Er sei aber zu "einer neuen Waffenruhe bereit, wenn Israel zu einer bereit ist"

Jerusalem - Palästinenserpräsident Yasser Arafat hat den israelischen Regierungschef Ariel Sharon beschuldigt, ihn töten zu wollen und zugleich angekündigt, dass er sich wehren wird. "Sharon selbst hat zugegeben, dass er versucht hat, mich in Beirut (zu Beginn der 80er Jahre) 17 Mal zu töten. Aber ich bin hier. Meine Pistole ist in meiner Nähe", sagte Arafat der israelischen Zeitung "Yediot Ahronot". Gleichzeitig erklärte er sich aber zu einem Treffen mit seinem Erzrivalen bereit: Ebenso, wie er sich mit Sharons Sohn Omri getroffen habe, sei er auch zu einem Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten selbst bereit.

"Lasst uns eine neue Seite aufschlagen. Ich bin zu einer neuen Waffenruhe bereit, ich rufe Israel auf, eine Waffenruhe zu vereinbaren. Wenn es eine positive Haltung seitens der israelischen Regierung gibt, werden wir es schaffen", meinte Arafat in dem Interview. Auch der Islamische Dschihad sei zu einer Waffenruhe bereit. Die Diskussionen mit der radikalislamischen Hamas-Bewegung gingen weiter. Bisher gebe es aber positive Ergebnisse.(APA/AP)

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    Arafat schwankt zwischen "Pistole oder Frieden"

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