Gar zu "soft"

16. Jänner 2004, 21:36
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Kanadische Patienten beklagen sich: Amtlich angebautes Marihuana tauge nichts

Ottawa - Kanadas amtlich angebautes Marihuana tauge nichts, klagen Patienten, die die Droge aus medizinischen Gründen nehmen. Einige nennen das vom kanadischen Gesundheitsministerium verteilte Marihuana "ungenießbar", andere "zu schwach" und Übelkeit erregend. Es sei "völlig untauglich zum menschlichen Konsum", beschwerte sich der 58-jährige Aidskranke Jim Wakeford aus Gibson (British Columbia) bei der Zeitung "Globe and Mail".

Kanada hatte die Verschreibung von Marihuana für Patienten mit chronischen Schmerzen und Magenproblemen als Folge von Aids sowie bei einer Reihe anderer schwerer Krankheiten vor zwei Jahren offiziell erlaubt. Doch das Gesundheitsministerium begann erst im August, nachdem es von Gericht gemahnt worden war, die in eigener Produktion gewonnene Droge an Patienten zu verteilen. Das Ministerium baut Cannabis in einem verlassenen Bergwerk im Norden des Landes an.

Die zuständige Ministerin, Anne McLellan, ließ durchblicken, dass sie die dort gewonnene Droge am liebsten noch verbessert hätte, aber nun der richterlichen Weisung folgen müsse. Derweil verweist eine Interessengruppe von Patienten auf eigene Tests, nach denen der staatliche Stoff einen viel zu niedrigen Anteil aktiver Bestandteile habe und mit Blei und Arsen verseucht sei. (APA/dpa)

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