Broukal fordert einen "Zilk für die Forschung"

19. September 2003, 19:04
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Österreichs Unis bräuchten "eine mindestens so wortgewaltige Stimme wie das Bundesheer" - Grüne zur OECD-Studie: "Mehr als peinlich" für die Verantwortliche

Wien - Einen "Zilk für die Forschung" fordert SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal angesichts der heute, Mittwoch, bekannt gewordenen Ergebnisse der OECD-Studie "Bildung auf einem Blick" über die Akademikerquote und der Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) über die Forschungsausgaben Österreichs. Er fordert Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) auf, nach der Installierung eines Vorsitzenden der Bundesheer-Reformkommission (Helmut Zilk, Anm.) auch einen "Hauptbeauftragten für die Forschung" zu ernennen. "Österreichs Universitäten und Forscher brauchen eine mindestens so wortgewaltige Stimme wie das Bundesheer, wenn unser Land in der Wissenschaft und Forschung nicht völlig ins Abseits gleiten soll", erklärte Broukal.

Grüne kritisieren "Ankündigungspolitik" der Regierung"

Der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, bezeichnete heute angesichts des negativen Abschneidens Österreichs beim OECD-Bericht die Wissenschaftspolitik der Bundesregierung als reine Ankündigungspolitik. "Da wurde uns im Wahlkampf eine Verdoppelung der AkademikerInnenquote angekündigt, und nun stellen wir fest, dass sich Österreich im OECD-Vergleich auf den untersten Plätzen bewegt. Das ist für die Verantwortliche mehr als peinlich", so Grünewald. Studiengebühren seien kein geeignetes Mittel, um die Motivation von Maturanten, ein Studium zu beginnen, zu erhöhen. Grünewald forderte daher die Bundesregierung auf, "die Studiengebühren abzuschaffen, um die dringend notwendige stärkere Beteiligung von jungen Leuten an der tertiären Bildung zu erreichen".(APA)

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    Die Wissenschaftssprecher von SPÖ und Grünen, Joseph Broukal und Kurt Grünewald, kritisieren die Hochschulpolitik der Bundesregierung.

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