"Die Rebellion ist eine Frau"

1. Oktober 2003, 08:05
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Die Biographie beschreibt das Engagement von Anita Augspurg und Lida G. Heymann, dem "schillerndsten Paar der Frauenbewegung"

"Würden sie heute leben, sie wären an der Spitze aller modernen Protestbewegungen, denn sie waren: Feministinnen, Pazifistinnen, Anti-Faschistinnen, Anti-Imperialistinnen, Ökologinnen, Tierrechtlerinnen und Kosmopolitinnen."

Die Autorinnen Anna Dünnebier und Ursula Scheu beschreiben in der Biographie "Die Rebellion ist eine Frau" das spannende Leben zweier bewegter Frauen: Anita Augspurg und Lida G. Heymann. Anita Augspurg ist Deutschlands erste Juristin. Lida G. Heymann ist reiche Erbin und unterstützt mit ihrem Vermögen Arbeiterinnen, geschlagene Ehefrauen und hungrige Kinder. Zusammen ergeben sie ein ungewöhnliches und couragiertes Paar, das von 1890 bis in die Nazizeit die deutsche Politik aufmischt und Meilensteine im Kampf für die Rechte der Frauen setzt.

Engagement

Sie kämpfen in Deutschland mit Demonstrationen und Petitionen für Bildung und Wahlrecht für Frauen und schaffen ein Netz von Beratungszentren. Sie gründen das erste deutsche Mädchengymnasium und betreiben einen ökologischen Bauernhof. Sie erlernen noch als ältere Damen das Autofahren und bereisen die ganze Welt. Inmitten der Kriegseuphorie engagieren sich Augspurg und Heymann als Pazifistinnen und Kosmopolitinnen. Sie sind die Ersten, die 1923 die Ausweisung Hitlers fordern.

Das Buch beschreibt ein großes Leben, das 1943 mit dem Tod der beiden im Schweizer Exil endet. Humorvoll und lebendig nähern sich die Autorinnen zwei unverkrampften frühen Feministinnen. "Die Rebellion ist eine Frau" ist mit einem Personenregister ausgestattet. Das Vorwort hat Alice Schwarzer geschrieben. (red)

Anna Dünnebier / Ursula Scheu.
Die Rebellion ist eine Frau.
Anita Augspurg & Lida G. Heymann.
Das schillerndste Paar der Frauenbewegung.

Hugendubel Verlag, München 2002.
319 S. / 22,70 EUR.
ISBN 3-7205-2294-6

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