Maximiliangrab in Innsbruck restauriert

22. September 2003, 12:33
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Dreijährige Arbeiten am Freitag mit einem Festakt offiziell abgeschlossen

Innsbruck - Die Renovierung des bekannten Grabmals von Kaiser Maximilian I. (1459-1519) in der Hofkirche in Innsbruck wird am Freitag mit einem Festakt offiziell abgeschlossen.

Das Denkmal war nach 400 Jahren erstmals restauriert worden, der Zustand des Grabes sei bereits "sehr schlecht" gewesen, hieß es auf Anfrage. Mit den Renovierungsarbeiten war im November 2000 begonnen worden.

Tiroler Handwerker führten Reinigungsarbeiten und Ausbesserungen durch. Einzelne Bauteile mussten befestigt werden, Haarrisse wurden verschlossen und Fehlstellen gekittet und verfugt. Zusätzlich wurde das Renaissancegitter, das den Kenotaph (Denkmalstätte eines an einem anderen Ort Begrabenen; Anm.) umgibt, abgenommen und ausgebessert.

Die Kosten für die Sanierung beliefen sich auf rund 1,1 Millionen Euro. Diese wurden zur einen Hälfte aus Spenden- und Sponsorengeldern finanziert. Die andere Hälfte wurde vom Land getragen.

Denkmalgeschichte

Das Fürstengrab war 1563 fertig gestellt worden. Das Grabmal wird von den so genannten "Schwarzmander" umrahmt. Diese 28 überlebensgroßen Bronzefiguren bilden das Trauergeleit. Es handelt sich dabei um Vorbilder und Verwandte des Kaisers. So sind bespielsweise seine erste Frau, Maria von Burgund, und König Artus zu sehen. Der Entwurf für letztere Figur stammt von Albrecht Dürer. 23 kleinere Statuetten zeigen die Schutzheiligen des Hauses Habsburg.

Die sterblichen Überreste Maximilians befinden sich nicht in dem Grabmal in der Innsbrucker Hofkirche, das erst rund 40 Jahre nach seinem Tod errichtet worden ist. Der Kaiser wurde in seiner Geburtsstadt Wiener Neustadt begraben. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Das renovierte Grabmal von Maximilian I in der Hofkirche in Innsbruck.

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