Irakische Bischöfe fordern Gleichberechtigung für Katholiken

17. September 2003, 15:26
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Und Entsendung eines Vertreters in den irakischen "Regierungsrat"

Bagdad - Die chaldäisch-katholischen Bischöfe des Irak haben die volle Gleichberechtigung der Christen mit den anderen ethnischen und religiösen Gruppen des Landes gefordert. Wie der vatikanische Missionspressedienst "Fides" laut Kathpress am Mittwoch berichtete, sandten die Bischöfe ein Schreiben mit entsprechenden Forderungen an den Leiter der US-Zivilverwaltung, Paul Bremer. Darin wiesen sie unter anderem darauf hin, dass die chaldäisch-katholischen Christen nach den moslemischen Arabern und Kurden die drittgrößte Bevölkerungsgruppe des Landes bilden.

Ihnen gebühre daher die Entsendung eines Vertreters in den von den USA eingesetzten provisorischen irakischen Regierungsrat und die Anerkennung ihrer Rolle für den Aufbau der irakischen Gesellschaft. Die Bischöfe sicherten zu, sie wollten sich gemeinsam mit den Christen anderer Konfessionen am Aufbau eines demokratischen, freien und prosperierenden Irak beteiligen. Die Amerikaner haben bisher nur einen Christen - einen Angehörigen der Apostolischen Kirche des Ostens (Assyrische Kirche) - im Regierungsrat zugelassen. (APA)

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