Uniqa und Nürnberger fixieren strategische Partnerschaft

21. September 2003, 19:50
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Österreich-Tochter geht zur Gänze an Uniqa - Kartellbehörden-Okay noch ausständig

Wien - Der österreichische Versicherungsriese Uniqa hat eine Kapitalverschränkung mit der deutschen Nürnberger-Gruppe vereinbart. Wie die börsennotierte Uniqa am Dienstagnachmittag bekannt gab, wird sie mit Jahresbeginn 2004 die Nürnberger Versicherung AG Österreich zur Gänze übernehmen. Zudem wurde eine wechselseitige Beteiligung zwischen den beiden börsennotierten Konzernobergesellschaften Uniqa Versicherungen AG und Nürnberger Beteiligungs-AG im Ausmaß von drei Prozent vereinbart.

Der Deal bedarf noch der Zusammenschlusskontrolle durch das österreichische Kartellgericht. Mit der dreiprozentigen Beteiligung der Deutschen an der Uniqa im aktuellen Börsenwert von 27 Mio. Euro gilt die österreichische Assekuranz den weitaus überwiegenden Teil des Transaktionswerts für die Übernahme der Nürnberger Österreich ab.

Kooperieren werden Uniqa und Nürnberger - mit deren Österreich-Gesellschaft Garanta - auch im Osteuropa-Geschäft, etwa im Kfz-Bereich.

Nürnberger weiter eigenständig

Die Nürnberger Versicherung AG Österreich bleibe auch nach der Übernahme durch Uniqa als eigenständiges Unternehmen mit eigener Produktpalette unter der Marke "Nürnberger" in Österreich tätig, hieß es weiter. Ein Hineinfusionieren bzw. Verschmelzen mit dem UNIQA-Konzern ist für die nächsten drei Jahre vertraglich ausgeschlossen.

Das Prämienvolumen der Nürnberger Versicherung AG Österreich aus der Lebens- und Unfallversicherung lag 2002 bei 88,6 Mio. Euro. Der Großteil (86,6 Mio. Euro) davon entfällt auf die Lebensversicherung. Nürnberger Österreich beschäftigt in der Zentrale in Salzburg und an den Standorten Wien, Innsbruck, Linz, Klagenfurt und Graz rund 130 Mitarbeiter. Sie werden ihre Arbeitsplätze behalten, wurde weiters betont. Vertrieben werden die Produkte über einen angestellten Außendienst und 500 Makler, Agenten und Berater.

Uniqa kann durch die Nürnberger-Übernahme seinen Marktanteil in Leben in Österreich von 21,03 Prozent um weitere 1,51 Prozent erhöhen, insgesamt lag Uniqa im Vorjahr bei insgesamt 21,86 Prozent, die Nürnberger bei 0,69 Prozent. Auf Basis der vorjährigen Zahlen kommt Uniqa im In- und Ausland mit AXA und Nürnberger Österreich auf 3,218 Mrd. Euro Prämienvolumen. (APA)

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