"Ich kenne die Diagonale"

23. Oktober 2003, 14:03
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Miroljub Vuckovic: Künstlerischer Leiter des Festivals

Wien/Graz - "Ich kenne die Diagonale." So präsentierte sich der neue künstlerische Leiter des Filmfestivals, Miroljub Vuckovic (50), Montagabend in Graz der Presse. Tatsächlich ist er in der Murmetropole kein Unbekannter: Er hat bereits mehrmals mit der Diagonale zusammen gearbeitet. So leitete er etwa vor zwei Jahren eine Diskussion zum Thema "South East European Filmwork" und kooperierte dieses Jahr für die Organisation der Zelimir Zilnik-Retrospektive.

Miroljub Vuckovic wurde am 23. November 1952 geboren. 1977 schloss er sein Studium in Produktionsmanagement an der Technischen Universität Belgrad ab. Bereits während des Studiums arbeitete er für mehrere Theater- und Filmfestivals. 1992-98 berichtete er für diverse russische und serbische TV-Stationen von den großen Filmfestivals in aller Welt und zeichnet u.a. für TV-Porträts von Nagisa Oshima, Peter Greenaway, Chantal Akerman, Harvey Keitel, Atom Egoyan oder Paul Morrissay verantwortlich.

Seit 1979 arbeitet der Filmfachmann am Jugoslawischen Filminstitut in Belgrad, das er seit 1995 leitet. Als Mitarbeiter des Filminstituts organisierte er Retrospektiven des jugoslawischen Films u.a. im Centre Georges Pompidou in Paris und der Cinematheque Royale in Brüssel. Seit 1997 ist er auch Programmdirektor des Internationalen Film Festivals Belgrad.

Festivalerfahrung

Vuckovic wirkte an zahlreichen internationalen Festivals als Konsulent oder Jurymitglied mit und stellte verschiedene Programme für ausländische Filmfestivals zusammen, darunter "After the Fall of the Wall" (Rotterdam FF, 1999), "Belgischer Surrealismus und Film" (Karlovy Vary FF, 1999) oder die beiden Kurz- und Dokumentarfilm-Reihen "We can breathe in Belgrade" und "Letters from abroad presented" für das "II Tinklai International Film Festival" in Klaipeda und Vilnius in Litauen.

Der neue künstlerische Leiter der Diagonale ist auch Vorsitzender des 2001 gegründeten South East European Cinema Network, mit dem die cineastische Zusammenarbeit der zehn südosteuropäischen Länder gefördert werden soll.(APA)

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