Sun will Software-Sparte ausbauen

23. September 2003, 11:20
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Auf Linux basierendes Desktop System soll Windows Konkurrenz machen

Sun Microsystems will seine Software-Sparte ausbauen. Im Rahmen seiner Hausmesse "Sun Networks" wird das Unternehmen Details zu seiner überarbeiteten Strategie bekannt geben. So werde sich die Software-Sparte künftig aus sechs Bereichen zusammensetzen, die sich auf Server, Desktops, mobile Geräte, Utility Computing, Software-Entwickler und Java konzentrieren. Der Ausbau des Software-Segments unterstützt laut Sun-Manager Mark Tolliver auch den Verkauf von Servern und anderen Produkten. Zudem wirft Software "höhere Margen ab als das Geschäft mit Systemen." Daneben wird die in der Vergangenheit eher komplizierte Preisgestaltung durch eine Art Abosystem ersetzt. Dies berichtete das Wall Street Journal.

Zentral: Java

Mit dem Java Enterprise System (JES) und dem Java Software System (JDS) wird Sun zwei Softwarepakete für Unternehmen vorstellen. Im JES sind verschiedene Serversysteme wie Web- und Application-Server zusammengefasst. Es wird eine Kapazität von 120.000 Mitarbeitern haben und pro Jahr und Nutzer 100 Dollar kosten. Das auf Linux basierende JDS sei speziell auf den Einsatz auf Arbeitsplatzrechnern ausgelegt und enthält Sun StarOffice sowie eine vorab eingerichtete Java-Umgebung. Preislich entspricht es dem JES, jedoch verringert sich der Preis auf 50 Dollar wenn beide Systeme eingesetzt werden. Zudem sei das JDS etwa 75 Prozent günstiger als ein vergleichbares Windows-Upgrade.

Weiters folgen noch einige auf Unix basierende Server der mittleren Leistungsklasse, Mikroprozessoren und eine neue Workstation. Alle diese Maßnahmen sollen Suns Wachstum wieder in Gang bringen. In den letzten Jahren hatte der Technologiekonzern im Lowend-Bereich mit der Konkurrenz von Microsoft und Intel zu kämpfen und auf der Highend-Seite machte IBM dem Unternehmen das Leben schwer. (pte)

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