n-tv wird erst 2005 profitabel werden

23. September 2003, 14:49
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140 Kündigungen - weitere nicht ausgeschlossen

RTL-Chef Gerhard Zeiler hat die Hoffnungen aufgegeben, dass der Nachrichtensender n-tv im nächsten Jahr schwarze Zahlen schreiben wird. Die Gewinnzone will er nun 2005 erreichen. "Ursprünglich gingen wir davon aus, dass n-tv 2004 schwarze Zahlen schreiben wird. Das ist aber unrealistisch. 2005 soll aber die Gewinnzone erreicht werden", sagte Zeiler in einem Interview mit dem "Handelsblatt".

Die RTL Group, die 2002 einen 47,3-prozentigen Anteil an n-tv vom Stuttgarter Holtzbrinck-Verlag übernahm, habe unterschätzt, wie sehr die Einnahmen aus dem Finanzsegment nach dem Börsenboom sinken würden. "So dramatisch haben wir uns das vor einem Jahr, als wir bei n-tv eingestiegen sind, nicht vorgestellt", sagte Zeiler.

Weitere Anpassungen nicht ausgeschlossen

Nachdem die Geschäftsführung im Oktober den Abbau von rund 140 Stellen bei dem Nachrichtensender angekündigt hatte, schloss Zeiler nun weitere Anpassungen nicht aus: "Wir mussten bereits tiefere Einschnitte in der Vergangenheit machen und werden auch weiter an den Kosten arbeiten müssen."

An n-tv ist neben RTL auch der US-Konzern AOL Time Warner über seine Tochter CNN mit 49 Prozent beteiligt. Im vergangenen Jahr verbuchte der Sender einen Verlust von 20 Millionen Euro bei Umsätzen von 30 bis 35 Millionen Euro. (APA/Reuters)

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