Massive Zweifel an TMG-Lösung

18. September 2003, 22:04
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Die an der TMG beteiligte OÖ. Industriellenvereinigung ist strikt gegen den Plan der Landesparteien - IV-Chef Mitterbauer gegen "Verländerung"

Wien - Kurz nachdem sich die vier oberösterreichischen Landtagsparteien darauf geeinigt haben, (bis zu) 15 Prozent der voestalpine-Aktien über die Oberösterreichische Technologie- und Marketinggesellschaft(TMG) zu erwerben, werden erste Zweifel an der Umsetzbarkeit dieser Lösung laut. Die oberösterreichische Industriellenvereinigung (IV), mit fünf Prozent Mitgesellschafterin der TMG sei strikt gegen den Plan und drohe, sich notfalls aus der TMG zurückzuziehen, berichtet die Tageszeitung "Kurier" (Dienstagausgabe).

Um sich an der voestalpine beteiligen zu können, müsse die TMG in den nächsten Tagen ihre Satzungen ändern und dabei den den Unternehmenszweck erweitern sowie eine Kapitalerhöhung beschließen, schreibt die Zeitung.

Mitterbauer gegen "Verländerung"

Auch Peter Mitterbauer, Präsident der Industriellenvereinigung (IV), lehnt eine "Verländerung" der voestalpine ab. Dies wäre "kein Fortschritt für die Aktienkultur in Österreich und letztlich auch für die Voest", so Mitterbauer am Dienstagabend im ORF-"Report". Was die geplante Beteiligung der Oberösterreichische Technologie- und MarketinggesmbH (TMG) an der Voest betrifft, sagte Mitterbauer, soviel er wisse, werde die zu fünf Prozent an der TMG beteiligte IV Oberösterreich bei allenfalls dafür nötigen Organbeschlüssen nicht mitmachen.

Franz Gasselsberger wiederum, der Vorstandssprecher der Oberbank, bezweifelt, dass die TMG als institutioneller Anleger gewertet wird. Dies ist aber laut den Privatisierungsvorgaben nötig. Er gebe der TMG daher "geringe bis keine Chancen". (APA)

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