"Er vertrat das Beste von Amerika"

24. September 2003, 00:31
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Kris Kristofferson und 1.000 Angehörige, Freunde und Musiker nahmen Abschied von Johnny Cash: "Einen wie ihn werden wir nicht wiedersehen"

Hendersonville/USA - Mehr als 1.000 Angehörige, Freunde und Musiker haben an der Trauerfeier für den amerikanischen Country-Sänger Johnny Cash teilgenommen. "Ich kann auch fast in einer Welt ohne Johnny Cash leben, weil er immer mit uns sein wird", sagte Tochter Rosanne Cash am Montag in der baptistischen Kirche von Hendersonville, etwa 25 Kilometer nördlich von Nashville, Tennessee.

Auch der frühere US-Vizepräsident Al Gore erwies Cash letzte Ehre

"Er vertrat das Beste von Amerika", sagte der Sänger Kris Kristofferson, der 1970 Cashs Hit "Sunday Morning Coming Down" geschrieben hat. "Einen wie ihn werden wir nicht wiedersehen." Während des Trauergottesdienstes in der First Baptist Church sangen Emmylou Harris und Sheryl Crow die Gospelhymne "The Old Rugged Cross" und Bob Dylans "Every Grain of Sand." Der aus Tennessee stammende frühere US-Vizepräsident Al Gore erwies Cash ebenfalls die letzte Ehre. Die Predigt hielt Franklin Graham, der Sohn des Predigers Billy Graham. Cash sei ein guter Mensch gewesen, der mit vielen Herausforderung gekämpft habe, sagte Graham. "Er war ein zutiefst religiöser Mensch."

Cash starb am vergangenen Freitag im Alter von 71 Jahren. Er dominierte über ein halbes Jahrhundert die Country-Musik ("Ring Of Fire") und setzte sich in seinen Songs für die Unterprivilegierten der amerikanischen Gesellschaft ein. Erst im Mai war seine Frau gestorben, die Sängerin June Carter Cash. (APA/AP)

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