US-Parlamentarier sehen Verantwortung für Scheitern im Süden

16. September 2003, 19:32
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Entwicklungsländer untergrüben eigene Reformchancen und Wachstumsmöglichkeiten

Washington - Die USA wollen trotz des Scheiterns der Welthandelsgespräche im mexikanischen Cancun weiter für einen freien und fairen Handel im Agrarsektor und anderen Bereichen arbeiten. Die Vorsitzenden der Agrar-Ausschüsse im Senat und im Repräsentantenhaus machten am Montag in Washington für das Scheitern der Gespräche unter dem Dach der Welthandelsorganisation (WTO) die Unnachgiebigkeit der Entwicklungsländer und deren fehlende Bereitschaft, ihre eigene Politik zu ändern, verantwortlich.

"Die USA waren in vorderster Front bei der Forderung nach weltweit freiem und fairem Handel und wir sind zuversichtlich, dass wir in dieser Richtung weiter arbeiten werden", betonten sie in einer gemeinsamen Erklärung. "Die Landwirtschaft war nicht der Grund für das Scheitern der Runde. Es ist wichtig zu unterstreichen, dass die USA mit der Bereitschaft nach Mexiko gekommen sind, entschlossen die drei Bereiche Agrarsubventionen im Inland, Exportsubventionen und Marktzugang voranzubringen".

Beobachter

Der republikanische Vorsitzende des Agrarausschusses des Repräsentantenhauses, Bob Goodlatte, und sein demokratischer Kollege in diesem Gremium, Charles Stenholm, hatten als Beobachter an den Verhandlungen in Cancun teilgenommen.

Der Vorsitzende des Agrarausschusses im Senat, Tom Harkin von der demokratischen Partei, fügte hinzu, die kleineren Länder könnten nicht erwarten, dass die USA eine einseitige Vereinbarung akzeptierten. "Schätzungsweise 70 Prozent des Welthandels wird unter den Entwicklungsländern abgewickelt. Wenn die Entwicklungsländer Reformen für sich selbst ablehnen, untergraben sie ihre eigenen Möglichkeiten, um sich auf den Handel als Wachstumsmotor verlassen zu können", sagte Harkin. (APA/Reuters)

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