Attac beglückwünscht Entwicklungsländer

16. September 2003, 19:32
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"Ausweitung der WTO-Agenda" hätte die "Kluft zwischen Süd und Nord vertieft weiter"

Cancun/Wien - Nach dem Scheitern der WTO-Ministerkonferenz im mexikanischen Cancun hat Attac-Österreich die Entwicklungsländer "beglückwünscht", nicht auf die Forderungen von EU und USA zur Aufnahme von Verhandlungen über die so genannten Singapur-Themen eingegangen zu sein. "Die Ausweitung der WTO-Agenda auf Investitionen, Öffentliche Beschaffung, Wettbewerb und Handelserleichterungen hätte die Kluft zwischen Süd und Nord weiter vertieft, besonders das von Bundesminister (Martin) Bartenstein so heiß ersehnte Investitionsabkommen wäre ein Torpedo des Nordens gegen den Süden gewesen", erklärt Attac-Aktivist Christian Felber am Montag in einer Aussendung.

Das Scheitern der Konferenz sei aber keine Schwächung des "Multilateralismus": "Wir brauchen verbindliche Regeln für transnationale Konzerne, neue Umweltabkommen und globale Steuern." Die UNO sei dafür der bessere Platz als die "einseitige Freihandelsorganisation" WTO.(APA)

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