FPÖ verlangt Ausdehnung des Kindergelds

16. September 2003, 11:45
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Bleckmann und Haubner: Zahlungen bis zum Schulantritt des Kindes - Kosten sollen die Länder übernehmen

Wien - Die FPÖ verlangt eine Ausdehnung des Kindergelds bis zum Schuleintritt. Nach dem dritten Lebensjahr soll die Unterstützung geteilt werden, etwa die Hälfte würde weiter direkt ausgezahlt, der Rest in Form eines Schecks für Betreuungseinrichtungen aufgewendet werden. Finanzieren sollen das Projekt die Länder, machten Generalsekretärin Bleckmann und Sozialstaatssekretärin Haubner am Montag klar.

Denn immerhin ersparten sich diese durch das Kindergeld gehörige Mittel, argumentieren die Freiheitlichen. Haubner verwies hierbei etwa auf das Karenzgeld für die Landesbediensteten, das nunmehr nicht mehr ausgeschüttet werden müsse. Auch für die Mehrlingsgeburten habe der Bund vor dem Sommer eine Besserstellung beschlossen, obwohl diese Aufgabe eigentlich den Ländern zugedacht gewesen sei.

Freie Entscheidung mittels Scheck

Umstellen wollen die freiheitlichen Politikerinnen dabei auch das Fördersystem. Statt die Mittel nur für die Kinderbetreuungseinrichtungen aufzuwenden, sollten die Gelder den Familien direkt zufließen. Die Eltern könnten dann durch den Betreuungsscheck entscheiden, in welche Art Einrichtung sie ihre Kinder geben möchten.

Steuerliche Anreize für Betriebskindergärten

Ein weiteres Projekt in Sachen Familienfreundlichkeit ist für die FPÖ, steuerliche Anreize für die Schaffung von Betriebskindergärten zu schaffen. Ebenfalls gewünscht ist eine Erhöhung des Alleinverdiener-Absetzbetrags. Die Zahl der Bezieher von Kinderbetreuungsgeld hat unterdessen im August erstmals die 100.000er Grenze überschritten. (APA)

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