Euro-Nej ohne Auswirkungen auf die EZB

22. September 2003, 10:35
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Wim Duisenberg sieht die Zusammenarbeit mit der Schwedischen Reichsbank nach der deutlichen Euro-Absage nicht berührt

Frankfurt - Das Nein der Schweden zu einem Beitritt des Landes zu Wirtschafts- und Währungsunion hat nach Worten von EZB-Präsident Wim Duisenberg keine Folgen für die Europäische Zentralbank (EZB). Er erkenne an, dass die schwedische Bevölkerung mehrheitlich gegen eine Einführung des Euro sei, hieß es in einer am späten Sonntagabend im Internet veröffentlichten Stellungnahme Duisenbergs. "Das Ergebnis des Referendums wird sich weder auf die Politik und die Tätigkeit der Europäischen Zentralbank noch auf die Stellung des Euro auswirken." Auch die Zusammenarbeit der EZB und der Schwedischen Reichsbank sei davon nicht berührt.

Die mit 56 gegenüber 42 Prozent überraschend deutliche Absage der Schweden an den Euro folgt dem Nein der Dänen im Jahr 2000 und steht nun neben dem "Noch nicht" der Briten. Schwedens Ministerpräsident Göran Persson hat einen Anschluss an den Euro vor dem Jahr 2013 praktisch ausgeschlossen. (APA/Reuters)

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Schwedens Nein zum Euro
Europa reagiert betont gelassen

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    Präsident Wim Duisenberg bleibt nach dem Euro-Nein der Schweden gelassen

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