Persson befürchtet nach Euro-Nein Nachteile für Schweden

15. September 2003, 11:48
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Premier sieht bei Landsleuten "tiefe Skepsis für EU-Projekt" - Lob für politische Gegner

Stockholm - "Auf längere Sicht gesehen hat Schweden schlechtere Möglichkeiten in der EU", kommentierte Ministerpräsident Göran Persson am Sonntag bei einer Pressekonferenz den Verlust seiner Euro-Kampagne. "Das Wahlergebnis zeigt die tiefe Skepsis des schwedischen Volkes zum EU-Projekt. "Ich kann nur konstatieren, dass das Resultat der Volksabstimmung deutlich ist, sehr deutlich. Dass die Wahlbeteiligung so hoch war, macht es für uns leichter, das Ergebnis zu respektieren. Wir alle müssen jetzt für dieses Ergebnis die Verantwortung übernehmen und das Beste aus der Situation machen."

"Ich kann nicht verbergen, dass ich auf ein anderes Ergebnis gehofft habe. Wir werden aber dem Willen der Wähler folgen. Ich kann heute nicht beurteilen, was dieses Ergebnis für Schweden kurzfristig bedeutet. Auf längere Zeit hingesehen, werden wir aber schlechtere Möglichkeiten bekommen."

Persson lobte die Zusammenarbeit mit den Euro-befürwortenden Oppositionsparteien: "Ich bin froh, dass wir nicht mit denselben Konflikten, wie sie die Dänen bei ihrem Euro-Referendum hatten, kämpfen mussten." Persson fügte hinzu, dass der Zeitpunkt der Volksabstimmung schlecht gewählt war. "Die EU ist in einer Konjunkturflaute während sich Schweden in einer stabileren Entwicklung befindet. Menschen in dieser Situation zu überzeugen ist nicht einfach", schloss der Ministerpräsident resignativ. (APA)

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    Persson: "Ich kann nicht verbergen, dass ich auf ein anderes Ergebnis gehofft habe."

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