Skinhead-Überfall in München

16. September 2003, 17:41
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Neonazis gingen zu elft auf einen Ausländer los - Polizeiauto demoliert

München - Wenige Tage nach Bekanntwerden der Attentatspläne von Münchner Neonazis haben elf Skinheads in der bayerischen Landeshauptstadt einen Ausländer angegriffen. Der Mann konnte sich am Samstagabend mit einem Verkehrsschild verteidigen, bis eine Polizeistreife eingriff, wie der bayerische Innenminister Günther Beckstein am Sonntag der Nachrichtenagentur AP sagte. Die stark alkoholisierten Neonazis hätten die Polizisten attackiert, den Streifenwagen demoliert und seien zunächst geflüchtet.

Später seien die elf Neonazis festgenommen worden. Noch auf der Wache seien sie erneut gewalttätig geworden, bei Rangeleien seien zwei von ihnen verletzt worden. Ein Dritter wurde laut laut Beckstein wieder freigelassen, die anderen acht waren zunächst nicht vernehmungsfähig.

Der CSU-Politiker zeigte sich bestürzt über den Angriff kurz nach Aufdeckung der Anschlagspläne. "Dieser Vorfall zeigt wieder die ganze Bandbreite des Rechtsextremismus von brutalen betrunkenen Schlägertypen bis hin zu Ansätzen terroristischer Gewalt. Jetzt ist es für alle Rechtsextremisten endgültig Zeit, einen klaren Schlussstrich zu ziehen und sich aus dieser Szene herauszulösen", sagte Beckstein. (APA/AP)

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