Sturm versus Austria: enttäuschend

16. September 2003, 13:58
70 Postings

Janocko, Ratajczyk, Mandl beim 0:0 in Graz von Beginn an auf der Bank, Flögel blieb in Wien - Sturm nach Petrovic-Debüt neues Schlusslicht

Die Wiener Austria ist auch in Graz nicht richtig auf Touren gekommen. Die Austria musste sich beim SK Sturm mit einem 0:0 begnügen und vergab damit die Chance, zumindest für 24 Stunden die Tabellenführung in der T-Mobile Fußball-Bundesliga zu übernehmen. Sturm rutschte beim Debüt von Neo-Trainer Michael Petrovic trotz des Punktgewinns auf den letzten Platz, weil Salzburg gegen den FC Kärnten gewann.

Flögel allein zu Haus

Austria-Trainer Jogi Löw sorgte schon vor dem Spiel für Überraschungen. Teamkapitän Thomas Flögel, zuletzt nur Reservist und mit dieser Rolle äußerst unglücklich, wurde nach Graz gar nicht mitgenommen. "Ich habe ihm das in einem Vier-Augen-Gespräch gesagt. Die Mannschaft steht über allem, es geht nicht um Flögel oder einen anderen Spieler", erklärte Löw, der auch Janocko, Ratajczyk und Torhüter Mandl auf der Ersatzbank Platz nehmen ließ.

Austria-Goalie Didulica fehlerlos

Michael Petrovic änderte bei seinem Debüt die Elf dagegen nur geringfügig, gegenüber dem letzten Spiel unter Vorgänger Gilbert Gress (1:2 gegen die Admira) lief nur Filipovic statt Mujiri ein. Die Grazer übernahmen zunächst auch das Kommando. Dmitrovic prüfte mit einem Freistoß Didulica, der erstmals im Austria-Tor stand und eine fehlerlose Leistung bot (5.). Vier Minuten später gab es Glück für die Gäste, als Schiedsrichter Lehner bei passivem Abseits von Rojas zu Unrecht abpfiff und damit den Treffer des Chilenen annullierte (9.).

Pfiffe für unauffälligen Vastic

Erst nach rund 20 Minuten kam auch die Austria ins Spiel, Rushfeldt scheiterte aber zwei Mal an Torhüter de Wilde (21.,33.). Doch viel wurde den Zuschauern nicht geboten. So wurde es nur laut im Stadion, wenn Ivica Vastic am Ball war. Der langjährige Publikumsliebling der Grazer, seit Sommer im Dress der Austria, wurde bei jeder Aktion ausgepfiffen. Wohl aber nicht der Grund, warum der Spielmacher, der in der 92. Minute ausgetauscht wurde, bei seiner Rückkehr ins Schwarzenegger-Stadion nicht viel zeigte.

Mehr Schwung, keine Tore

Nach der Pause hatte zunächst Helstad die große Chance auf die Führung, doch der Norweger konnte sich den Ball nicht richtig mitnehmen (49.). Danach sah auch Löw Handlungsbedarf, schickte Janocko für Troyansky aufs Feld. Der Slowake brachte auch ein bisschen Schwung, ohne der Partie eine Wende geben zu können. Auch die Grazer hätten sich den Sieg aber nicht verdient, nur einmal wurden sie nach der Pause gefährlich. Nach der schönsten Aktion der Partie kam Filipovic nicht mehr an den Ball (65.). (APA)

  • SK Sturm Graz - Austria Wien 0:0
    Graz, Schwarzenegger-Stadion, 6.264, Lehner

    Sturm: de Wilde - Silvestre - Golemac, Strafner - Neukirchner, Korsos, Filipovic (84. Dag), Säumel, Dmitrovic - Haas (88. Brunmayr), Rojas

    Austria: Didulica - Dospel, Afolabi, Verlaat, Troyansky (54. Janocko) - Scharner, Vastic (92. Rudi), Blanchard, M. Wagner - Rushfeldt, Helstad (63. Dundee)

    Gelbe Karten: Golemac, Neukirchner, Säumel bzw. M. Wagner, Janocko, Blanchard, Rushfeldt

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Viel Aufregung für den neuen (rauchenden) Sturm Trainer Michael Petrovic.

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Gute Arbeit von Didulica (li). Sturms Angreifer scheiterten bei all ihren Bemühungen am Austria-Tormann.

    Share if you care.