Biometrische Kontrollen auf Airports im Anflug

21. September 2003, 16:24
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Fingerabdrückeund Iris-Scanns bei der Einreise - Deutschland und Schweden testen konkrete Maßnahmen

Auf mehreren europäischen Flughäfen steht die Einführung biometrischer Kontrollen derzeit unmittelbar bevor. So will der deutsche Bundesgrenzschutz laut Mitteilung von Bundesinnenminister Otto Schily noch in diesem Jahr auf dem Frankfurter Flughafen mit der automatisierten und biometriegestützten Grenzkontrolle beginnen. Und in Schweden möchte die skandinavische Fluglinie SAS im November auf einem Airport im Norden des Landes ebenfalls mit der Erprobung eines entsprechenden Systems starten.

"Erheblichen Sicherheitsgewinne"

In Frankfurt soll die biometrische Einreisekontrolle sechs Monate lang auf ihre Eignung hin gecheckt werden. Fluggäste können dieser dann entgehen, wenn sie sich vorher einer eigenen Überprüfung unterzogen haben und als "grenzpolizeilich unbedenklich" eingestuft worden sind. Lutz Diwell, Staatssekretär im Bundesinnenministerium, begründete die Einführung biometrischer Kontrollen mit "erheblichen Sicherheitsgewinnen". Fingerabdrücke, Lichtbilder oder Irisfotos könnten die Identifikation einreisender Personen entscheidend verbessern.

Biometrie-Versuche

In Schweden soll ein Biometrie-Versuch auf dem Flughafen Umeaa, rund 645 nördlich von Stockholm gelegen, starten. Dabei müssen die Passagiere ein Drehkreuz auf dem Gate passieren und dort ihre Fingerabdrücke scannen lassen. Einige Wochen später soll dann auf einem noch zu bestimmenden anderen Flughafen in Skandinavien ein Versuch mit Iris-Scans starten.

Reiseprozeduren vereinfachen

Die schwedischen Tests sollen sechs Monate lang dauern. Passagiere erhalten dabei von der Fluglinie Smart-Cards, auf denen zuvor die Fingerabdrücke und Irisfotos gespeichert worden sind. Am Gate wird dann die Smart-Card, ohne dass ein direkter Kontakt notwendig ist, gelesen und mit den Fingerabdrücken bzw. dem Irisbild des eincheckenden Fluggastes verglichen. "Wir wollen dabei", betont SAS-Produktmanagerin Charlotte Rosengren-Edgren, "gleichzeitig das Sicherheits-Niveau erhöhen, aber auch die Reiseprozeduren vereinfachen." (pte)

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