Hilfsaktion für schwer kranken Antarktis-Forscher

17. September 2003, 11:46
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Zwei Rettungsflugzeuge Richtung Amundsen-Scott-Station gestartet

Washington - Zwei Flugzeuge sind von den USA in Richtung Antarktis gestartet, um einem schwer kranken Forscher in der Amundsen-Scott-Forschungsstation am Südpol zu helfen. Es sei noch unklar, ob der Patient einer besonderen Behandlung vor Ort bedarf oder ausgeflogen werden müsste, erklärte ein Sprecher der Nationalen Forschungsstiftung (NSF) in Washington am Freitagabend.

Die NSF führt in der Antarktis Forschungsprojekte für die USA aus. Bei dem Kranken soll es sich um einen Angestellten des Unternehmens Raytheon Polar Services aus dem US-Bundesstaat Colorado handeln, das der Stiftung mit der Logistik am Südpol hilft.

Wegen der schwierigen Wetterverhältnisse werden die beiden Flugzeuge vorerst nur bis zur Südspitze Chiles fliegen und dort einen günstigen Zeitpunkt abwarten müssen. Am Südpol steht zwar das Frühjahr unmittelbar bevor, aber Temperaturen um minus 60 Grad, starker Wind und schnelle, unvorhersehbare Wetterveränderungen machen das Fliegen zu dieser Jahreszeit schwer bis unmöglich. Normalerweise ist die Forschungsstation bis Ende Oktober von jeglichem Flugverkehr abgeschnitten. (APA/dpa)

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