Taxis, Mietwagen, Betreiber und Lenker

24. September 2003, 15:07
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Taxis sind in Österreich an fixe Tarife gebunden - Basiswissen über Gelegenheitsverkehr

Taxis sind in Österreich an fixe Tarife gebunden, die lokal bzw. regional von den jeweiligen Körperschaften vorgegeben werden. Taxis unterliegen weiters einem Kontrahierungszwang, das heißt: Jeder, der in ein Taxi einsteigt, muss auch vom Fahrer transportiert werden.

Streng reglementiert

Das Gewerbe war lange Zeit streng reglementiert, mit Bedarfsprüfungen und Vorgaben der Behörden, wie viele Taxis es zu geben hat. Heute ist es ein gebundenes Gewerbe, Taxibetreiber müssen laut dem für die Branche geltenden Gelegenheitsverkehrsgesetz (seit Beginn der Neunzigerjahre nicht mehr die Gewerbeordnung) heutzutage lediglich einen Befähigungsnachweis erbringen sowie Voraussetzungen wie "Zuverlässigkeit" und "Leistungsfähigkeit des Betriebes" erfüllen.

Mietwagen – nicht zu verwechseln mit Leihwagen

Mietwagen – nicht zu verwechseln mit Leihwagen bei den Car Rentals – sind nicht dem Tarifschema unterworfen. Dabei muss man vorab telefonisch oder per Fax einen Wagen mit Chauffeur zu einer bestimmten Zeit an den gewünschten Ort bestellen. Für die Mietwagen werden Fixpreise für Fahrten innerhalb eines bestimmten Gebietes verlangt. Der größte Anbieter C&K (Wien und Graz) verlangt beispielsweise für eine Fahrt innerhalb Wiens elf Euro, ebenso viel Konkurrent Biwa ("Billiger Wagen").

Tarife

Wien liegt laut Aussage der Standesvertretung in der Bundeswirtschaftskammer bei den Tarifen in etwa auf einem Niveau mit Salzburg, Klagenfurt und Bregenz. Die Taxis in den Städten Linz und Graz sind etwas günstiger. In Innsbruck, St. Pölten und Eisenstadt kommt Taxifahren noch billiger. Zu diesem Ranking kommt man, wenn eine Fahrt unter vier Kilometern verglichen wird, bei telefonischer Bestellung und Funkvermittlung. (szem, DER STANDARD Printausgabe 13/14.9.2003)

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