Aufräumkunstarbeit

18. September 2003, 18:59
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Heimo Zobernig gestaltet das Burgtheater-Kasino neu als "Black Box"

Wien - Ein fast wissenschaftliches Interesse an der Freilegung der Dinge, ihrem Kern, und der Umwandlung nüchterner Tatsachen in schlicht ergreifende, durchaus poetische Artefakte, das liegt vielen der Arbeiten von Heimo Zobernig inne. Jüngstes Beispiel: die Umgestaltung der Experimentierbühne des Burgtheaters, des Kasino am Schwarzenbergplatz, in eine "Black Box".

Der Künstler "räumte auf", nahm Überflüssiges weg, an den Wänden, der Decke; der Holzboden wurde schwarz vereinheitlicht. Und mitten drin die 200 Personen fassende Black Box, eine rundum begehbare Schachtel, weich, mit beweglichen schwarzen Stoffbahnen, ganz pragmatisch gehalten von Bühnentechnik-Standardelementen. (dok/DER STANDARD, Printausgabe, 12.9.2003)

  • Schlichte Pragmatik, große Wirkung von einem, der aus dem "White Cube" kam: Heimo Zobernigs "Black Box"
    foto: burg

    Schlichte Pragmatik, große Wirkung von einem, der aus dem "White Cube" kam: Heimo Zobernigs "Black Box"

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