Disney und Pixar: Auf des Messers Schneide

18. September 2003, 11:12
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Am 23. September soll Beschluss feststehen

Walt Disney will sich bis zum 23. September entscheiden, ob es seinen Vertrag mit den Pixar Animation Studios verlängert oder auslaufen lässt. Der bisherige Vertrag läuft nach einer zwölfjährigen Zusammenarbeit, aus der Filme wie "Monsters, Inc" oder zuletzt "Finding Nemo" hervorgegangen sind, aus. Über eine Verlängerung des Vertrages wird zurzeit verhandelt, allerdings herrschen Uneinigkeiten zwischen den beiden Unternehmen. Pixar-CEO und Apple-Chef Steve Jobs verlangt von Disney bessere Konditionen, wie die Los Angeles Times am Donnerstag, berichtet.

Uneinig

Disney und Pixar sind sich unter anderem über finanzielle Details uneinig, darüber, ob laufende Produktionen in einen neuen Deal übernommen werden und wie Disney nach einer Beendigung des Vertrages mit den in Kooperation mit Pixar entstandenen Filmen umgehen würde, über die Disney keine Rechte mehr hätte. Pixar hat bisher Disney eine Distributionsgebühr von 12,5 Prozent gezahlt und fordert nun eine Herabsetzung der Gebühr auf maximal zehn Prozent. Einer der größten Hinderungsgründe für eine Vertragsverlängerung ist in Disneys Augen der Wunsch von Pixar, dass die beiden noch unter dem alten Vertrag laufenden Filme "The Incredibles" (2004) und "Cars" (2005) unter die neuen, Pixar-freundlicheren Konditionen aufgenommen werden.

Klarheiten

Disney-CEO Michael Eisner will nun auf einer Vorstandssitzung am 23. September klar machen, ob es eine Vertragsverlängerung mit Pixar gibt oder nicht. Eisner braucht die Zustimmung der Vorstandsetage nicht, will aber aufgrund der großen Bedeutung der Entscheidung auf deren Rat hören, so der Bericht. Pixar hat einen Verhandlungsvorteil, da Disneys Konkurrenten Warner Bros, 20th Century Fox und Columbia Pictures auch bereit wären, einen Vertrag mit Pixar zu machen. (pte)

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