FP-Schimanek will "Walter Nowotny-Straße" in Gmünd

12. September 2003, 15:07
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Freiheitlicher Ex-Landeschef: Jagdflieger in seiner Heimatstadt Frieden wiedergeben

Gmünd - Nach dem aus Gmünd stammenden Jagdflieger Walter Nowotny sollte in seiner Heimatstadt eine Straße oder ein Platz benannt werden, befindet Hans Jörg Schimanek, FP-Bezirksobmann von Krems-Land. Der ehemalige freiheitliche Landesparteichef sieht die Maßnahme als "Reparatur der Entscheidung der linken Mehrheit im Wiener Gemeinderat". Die Ehrengrab-Widmung für den am Wiener Zentralfriedhof beerdigten Weltkriegskampfpiloten (1920-1944) war im Mai aufgehoben worden.

Gemeinsam mit dem Gmünder FP-Gemeinderat Alfred Schorli hat Schimanek einen entsprechenden Antrag an den Gemeinderat (für die Sitzung am 22. September) formuliert, der am Donnerstag deponiert wurde. Darin wird ausgeführt, dass dieser Beschluss einen "Sturm der Entrüstung" ausgelöst habe und von vielen noch lebenden Kriegsteilnehmern als Affront empfunden werde. Heftige Kritik habe es überdies in den Ländern der damaligen Kriegsgegner gegeben, deren Veteranen und auch junge Luftwaffensoldaten in Nowotny einen "tapferen und ritterlichen Soldaten" sähen.

In dem Antrag wird weiters darauf verwiesen, dass auch der Gmünder Bürgermeister Otto Opelka (S) kein Verständnis für die Aberkennung gezeigt habe: "Nowotny war damals ein junger Mann, der für seine Heimat gekämpft hat. Sinnvolle Vergangenheitsbewältigung heißt für mich, dass man den Verstorbenen ihren Frieden lässt", hieß es in einer Regional-Ausgabe der NÖN (Niederösterreichische Nachrichten). Um Nowotny diesen Frieden wiederzugeben, sollte der Antrag umgesetzt werden. (APA)

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