Zivile Mittel im Kampf gegen Terror

12. September 2003, 08:54
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Deutscher Kanzler Schröder fordert dazu auf, Terrorismus nicht nur militärisch zu bekämpfen und Wiederaufbau zu forcieren

Frankfurt - Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat am Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 dazu aufgefordert, Terrorismus nicht nur militärisch, sondern auch mit zivilen Mitteln zu bekämpfen.

Schröder sagte am Donnerstag in seiner Eröffnungsrede zur Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt, der Kampf gegen den Terrorismus sei nur zu gewinnen, wenn in Afghanistan und anderen Ländern der Welt der Wiederaufbau weitergehe. Das sei neben den militärischen Notwendigkeiten die andere Seite des Kampfes gegen den Terrorismus. "Auch heute, zwei Jahre danach, ist dieser Kampf (...) nicht gewonnen."

Schröder sagte in Anspielung auf die Differenzen mit der US-Regierung über den Krieg gegen den Irak: "Wie immer man zum Krieg im Irak gestanden hat, es geht jetzt darum, dass wir miteinander dem Irak eine Perspektive in Frieden und Demokratie geben und damit Stabilität in der Region schaffen können." Denn wenn das Gegenteil sich verschärfe, habe das nicht nur Folgen für die Stabilität in der Region, sondern auch "für die Stabilität der Weltwirtschaft, die gerade beginne, sich zu erholen. (APA/Reuters)

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    Schröder: "Es geht jetzt darum, dass wir miteinander dem Irak eine Perspektive in Frieden und Demokratie geben."

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